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Neues Wohnen in Binau: Das Baugebiet „Bodenfeld“ ist offiziell eingeweiht

Ein Meilenstein für die Gemeinde Binau: Am Donnerstag, den 11. Juni 2026, wurde das neue Baugebiet „Bodenfeld“ sowie die gleichnamige Straße „Im Bodenfeld“ im feierlichen Rahmen vor Ort offiziell eingeweiht. Pünktlich um 16 Uhr setzte glücklicherweise eine Regenpause ein – denn die Einweihung wäre beinahe sprichwörtlich ins Wasser gefallen. Bürgermeister Dominik Kircher konnte neben zahlreichen Vertretern aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft auch künftige Nachbarn begrüßen, die hier bald ihr neues Zuhause errichten werden.

In seiner Begrüßungsrede vor den geladenen Gästen – darunter Altbürgermeister und Ehrenbürger Peter Keller, Ehrenbürger Gerd Teßmer sowie Mitglieder des Gemeinderats – hob Bürgermeister Kircher die immense Bedeutung des Projekts für die Zukunft Binaus hervor. Ein besonderer Dank galt den beteiligten Partnern, die die Erschließung erfolgreich umgesetzt haben: dem Erschließungsträger RBSwave, dem Ingenieurbüro IFK, der ausführenden Baufirma Mackmull sowie dem Vermessungsbüro Schwing, Hecht, Dr. Neureither. Auch der Abwasserzweckverband Elz-Neckar und die Netze BW wurden für die reibungslose Zusammenarbeit gelobt.

Warum das Leben in Binau so attraktiv ist

Dass das Interesse am neuen Wohnraum groß ist, kommt nicht von ungefähr. Umfragen unter den Einwohnern zeigen immer wieder, was die Menschen an ihrer Gemeinde ganz besonders schätzen: Es ist die einmalige, idyllische Lage direkt am Neckar gepaart mit einer hervorragenden regionalen Anbindung. Geografisch perfekt zwischen Mosbach und der Universitätsstadt Heidelberg gelegen, bietet Binau die ideale Balance aus naturnaher Erholung und schneller Erreichbarkeit der umliegenden städtischen Zentren.

Ein unschätzbarer Pluspunkt im Alltag ist zudem der eigene Bahnhof, der Pendlern eine stressfreie und klimafreundliche Mobilität garantiert. Ergänzt wird diese hohe Lebensqualität seit Kurzem durch eine bedeutende Bereicherung für die Nahversorgung vor Ort: Das Vorhandensein des neuen Dorfladens stärkt nicht nur die dörfliche Gemeinschaft, sondern sichert den Bürgern auch kurze Wege für den täglichen Einkauf direkt im Ort.

Kompakt, durchdacht und vielseitig: Das „Bodenfeld“ in Zahlen

Das neu erschlossene Areal umfasst eine Gesamtfläche von rund 1,06 Hektar (ca. 10.600 m²). Hier entstehen insgesamt 13 Baugrundstücke, die eine ausgewogene Mischung verschiedener Wohnformen ermöglichen, um den unterschiedlichen Bedürfnissen von Familien, Paaren und Singles gerecht zu werden:

GrundstücksnummernZulässiger HaustypMaximale Wohneinheiten
10683 – 10687 (5 Plätze)EinfamilienhäuserBis zu 2 Wohneinheiten pro Gebäude
10691 – 10696 (6 Plätze)Einfamilien- und DoppelhäuserBis zu 2 Wohneinheiten pro Gebäude
10697 – 10698 (2 Plätze)MehrfamilienhäuserBis zu 6 Wohneinheiten pro Gebäude

Folgende Bauplätze stehen noch zur Verfügung: 10683, 10684, 10685, 10686, 10687, 10691, 10698

Geregelter Ablauf und faire Vergabe nach Eingang

Ein Blick auf die Vermarktungsquote zum Zeitpunkt der Einweihung zeigt eine solide Zwischenbilanz: Von den 13 Bauplätzen sind bereits 6 fest verkauft. Die verbleibenden 7 Grundstücke sind aktuell noch verfügbar. Alle bisherigen Verkäufe gingen ausnahmslos an Privatleute, was dem Gebiet einen individuellen, familiären Charakter verleihen wird.

Bei der Vergabe setzt die Gemeinde auf maximale Transparenz: Die Bauplätze werden strikt in der Reihenfolge des Bewerbungseingangs veräußert („Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“). Eine klassische Warteliste gibt es daher nicht mehr.

Bauverpflichtung schützt vor Spekulation

Um zu verhindern, dass die Grundstücke als reine Spekulationsobjekte ungenutzt liegen bleiben, hat die Gemeinde eine klare Regelung getroffen: Innerhalb von 5 Jahren ab Besitzübergang muss mit den Bauarbeiten begonnen und das Gebäude im Rohbau fertiggestellt sein. Andernfalls besitzt die Gemeinde ein Rückübertragungsrecht und kann das Grundstück zurückkaufen.

Stimmen der zukünftigen Nachbarn: Wer zieht ins Bodenfeld?

Wie individuell die Wege zum Eigenheim im „Bodenfeld“ sein können, zeigen die Geschichten der künftigen Eigentümer, mit denen wir am Rande der Feierlichkeiten ins Gespräch kamen.

Da ist zum einen Nils, der bereits im Ort auf Miete wohnt. Er und seine Frau hatten den großen Traum vom Bauen eigentlich schon komplett aufgegeben, da sie einfach nichts Adäquates fanden. Als ihm dann die Ausschreibung für diese Grundstücke im Amtsblatt „über den Weg lief“, wendete sich das Blatt. Die Möglichkeit direkt vor Ort zu nutzen, war für das Paar gar keine Frage mehr – das war sofort klar.

Eine andere zukünftige Nachbarin kommt aus Bayern und möchte näher bei der Familie und der alten Heimat wohnen. Sie hatte zuerst nach Bestandsimmobilien geschaut, die aber meist mit Instandsetzungs- oder Renovierungsarbeiten verbunden sind, die sie – laut ihrer eigenen Aussage – aufgrund der großen Entfernung während der Planungsphase nicht leisten kann. Als Option wurden ihr die Bauplätze gezeigt, was sich preislich nicht viel gibt im Vergleich zu einer Kernsanierung. Daher fiel die Entscheidung zu etwas Neuem. Sie hat bereits die Zusage für ihren Wunschbauplatz erhalten und hofft, im nächsten Frühjahr in ihr neues Zuhause einziehen zu können.

Kalkulierbare Kosten: 230 Euro pro Quadratmeter voll erschlossen

Für die zukünftigen Bauherren bietet das Projekt eine hohe finanzielle Planungssicherheit. Der Grundstückspreis von 230 €/m² versteht sich als Endpreis für ein voll erschlossenes Grundstück. Darin enthalten sind sämtliche Erschließungs-, Abwasser- und Wasserversorgungsbeiträge sowie die Anschlüsse für Strom, Wasser und Abwasser.

Zudem liegen in jedem Grundstück bereits Leerrohre für moderne Glasfaseranschlüsse bereit. Auch bei den ökologischen Ausgleichsmaßnahmen müssen Käufer nicht tief in die Tasche greifen: Die Gemeinde hat die notwendigen Öko-Punkte bereits bei der Aufstellung des Bebauungsplans erworben, sodass hierfür keine Zusatzkosten fällig werden. Einzig die finale Grundstücksvermessung für den konkreten Hausbau sowie das Herstellen der physischen Hausanschlüsse während der Bauphase müssen von den Bauherren individuell getragen werden.

Zukunftssichere Infrastruktur für Binau

Ein Zuwachs von schätzungsweise 30 bis 40 neuen Einwohnern stellt für die Gemeinde ein gesundes Wachstum dar. Die bestehende Infrastruktur ist darauf bestens vorbereitet: Sowohl im örtlichen Kindergarten als auch in der Schule stehen ausreichend Kapazitäten bereit.

Auch unter der Erde wurde rechtzeitig vorgesorgt. Um das zusätzliche Abwasser sicher abzutransportieren, wurden Abschnitte des Kanalnetzes in der Burg-Dauchstein-Straße sowie in der Straße Am Dachsbau bereits im Vorfeld aufdimensioniert.

Finanzieller Impuls für die Gemeindeentwicklung

Die Neuansiedlung ist auch wirtschaftlich eine gute Nachricht für Binau. Durch die steigende Einwohnerzahl erhöhen sich die jährlichen Zuweisungen des Landes an den Gemeindehaushalt, zudem profitiert der lokale Handel von der neuen Kaufkraft. Die Einnahmen aus den Grundstücksverkäufen fließen direkt in den kommunalen Haushalt und dienen der langfristigen Sanierung sowie dem Erhalt der gesamten dörflichen Infrastruktur.

Für die nächsten Jahre sind keine weiteren Großprojekte geplant. Es existiert im Flächennutzungsplan lediglich eine kleine Entwicklungsfläche für etwa vier Bauplätze unterhalb des Sportplatzes (Sonnenhalde/Burg-Dauchstein-Straße) – eine Erschließung ist dort aktuell jedoch nicht vorgesehen. Das Hauptaugenmerk liegt nun ganz auf dem erfolgreichen Aufblühen des „Bodenfelds“.

Gruppenfoto:
Elke Mattusch-Großkopf (Gemeinderat) – Mark Pfisterer (Gemeinderat) – Ulrike Helm (Gemeinderat) – Jonas Backfisch (Gemeinderat) – Dominik Kircher (Bürgermeister) – Domenic Hartmann (Gemeinderat) – Anna Lutz (Gemeinderat) – Wolfgang Siedersleben (Projektleiter RBSwave) – Marleen Mackmull (Hoch- und Tiefbau Mackmull) – Reinhold Weis (Vermessungsbüro Schwing, Hecht,  Dr. Neureither) – Jürgen Glaser (IFK Ingenieurbüro) – Julia Hamm (IFK Ingenieurbüro)

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