Am vergangenen Donnerstag standen die Besucher des dritten Binauer Adventstreffs im Nebel. Die Temperaturen im Plusbereich und fehlender Niederschlag ließen viele Binauer trotzdem den Weg zum Adventstreff vor dem Rathaus finden. Ausgerichtet wurde die Veranstaltung dieses Mal vom Schützenverein des Dorfes, der bewusst auf die Musikbeschallung verzichtete. „Ganz bewusst, da der Sinn des Adventstreffs ist, dass man sich in lockerer Atmosphäre trifft, etwas ißt und trinkt und sich unterhält“.
Neben Glühwein und Punsch gab es heiße Würstchen, Kürbissuppe und Waffeln. Für die Vereine ist es eine Veranstaltung, die aufgrund der Rahmenbedingungen mit geringem Arbeitsaufwand und kleiner Anzahl an Helfern, bewältigt werden kann.
Besucherstimmen:
Dass keine Musik lief, viel den meisten Besuchern gar nicht auf. So vermisste dies auch Rita Beckers nicht. Sie besucht die Treffs regelmäßig seit vielen Jahren und äußerte auf Nachfrage. „Ich hätte zumindest nichts dagegen, wenn Weihnachtsmusik liefe. Aber alles andere würde mich stören“.
„Dass die Musik letzte Woche lief, hat mich nicht gestört“, meinte Carmen Stadler. „Aber fehlen tut sie mir heute auch nicht“, meinte sie weiter. Auch ihr war das Ausbleiben der Musik nicht aufgefallen.
Im Gespräch und auf die Frage hin, was Binau lebenswert macht, zählen Carmen Stadler und Conny Kujath auf, was im Laufe der Zeit alles verloren ging. Früher, als sie noch Kinder waren, gab es im Ort unter anderem einen Lebensmittelladen, eine Metzgerei, eine Postfiliale, eine Bäckerei, zwei verschiedene Banken. „Wir haben ein Auto. Wir sind mobil. Aber wenn das mal nicht mehr so ist, darüber habe ich mir noch keine großen Gedanken gemacht“, verrät Conny Kujath.
Trotz alledem wohnen beide gerne in Binau.
Manuela Fischl wohnt schon seit Jahren nicht mehr in Binau, ist aber gebürtige Binauerin. Sie verabredet sich immer wieder zu den Treffs mit ihren Freundinnen und Freunden. „Ich vermisse Binau total“, berichtet sie. Aber bezahlbares und passendes Eigentum in Binau zu erwerben, war und ist nicht einfach und verhinderte bisher eine Rückkehr.
Fazit: Musik in Form von Weihnachtsliedern ist am schönsten wenn sie Live stattfindet. Die Adventstreffen sind ein wertvoller Beitrag zur festigung der Dorfgemeinschaft und schafft immer wieder neue Bekanntschaften.










